Kurz beantwortet
Das Gardena Comfort 4000/5 eco (Art. 1754) leistet laut Bedienungsanleitung 850 W, bis zu 3.500 l/h, 4,5 bar und 45 m Förderhöhe. Gardena führt es auf der Herstellerseite als Legacy-Modell ohne genannten Nachfolger. Es eignet sich als Ersatzgerät für mittleren Bedarf, bei Neukauf sind aktuell geführte Hauswasserwerke wie das Einhell GC-WW 1250 NN die sicherere Wahl.
Das Gardena Hauswasserwerk Comfort 4000/5 eco (Art.-Nr. 1754-20) ist ein Modell der mittleren Leistungsklasse: 850 W, bis zu 3.500 l/h und 45 m Förderhöhe laut Bedienungsanleitung. Auf der Herstellerseite führt Gardena das Gerät als Legacy-Modell, also als ausgelaufene Baureihe. Ein Nachfolger wird dort nicht genannt. Wir stellen es deshalb als Modellbericht vor: mit den belegten Daten, einer Einordnung und den Alternativen, die heute wahrscheinlicher in Frage kommen. Amazon führt das Gerät aktuell mit Preis, es ist also noch erhältlich.
Kennwerte laut Hersteller
Die Tabelle zeigt die Werte, die wir aus der Gardena-Bedienungsanleitung übernommen haben. Wo die Anleitung keinen Wert liefert, steht „k. A.“.
| Modell | Angebot | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 850 W | 3.500 l/h | 4,5 bar | 45 m | 8 m | 370,39 € | Zum Angebot* |
Ergänzend nennt die Anleitung eine Netzspannung von 230 V bei 50 Hz, ein Anschlusskabel von 1,5 m, einen Einschaltdruck von 1,5 bar (±0,1 bar) und einen Ausschaltdruck von 2,2 bar im ECO-Modus beziehungsweise 3,2 bar im MAX-Modus. Der zulässige Innendruck der Druckseite liegt bei 6 bar, das Gewicht bei 15,0 kg. Druckseitig gibt es drei Anschlüsse für 19-mm-Schläuche (3/4 Zoll), nicht benötigte Anschlüsse verschließt du mit der Kappe. Das Behältervolumen nennt die Anleitung nicht, sie gibt nur den Luftdruck im Behälter mit etwa 1,6 bar an.
Was bedeuten ECO und MAX?
Das Gerät arbeitet mit einem Druckschalter. Er startet die Pumpe, wenn der Druck auf den Einschaltdruck von 1,5 bar fällt, und stoppt sie am Ausschaltdruck. Gardena bietet zwei Stufen an: 2,2 bar im ECO-Modus und 3,2 bar im MAX-Modus. Das ist der Unterschied zwischen einem niedrigeren und einem höheren Netzdruck im Haus. Mit dem höheren Ausschaltdruck stehen mehr Druckreserven zur Verfügung, etwa für Regner oder eine Zapfstelle im Obergeschoss. Die Pumpe schaltet dann allerdings bei größerem Druckunterschied und läuft pro Zyklus länger.
Wichtig für die Praxis: Der Luftdruck im Behälter hängt mit dem Einschaltdruck zusammen. Die Anleitung nennt rund 1,6 bar. Als Faustregel gilt, dass der Vorpressdruck etwas unter dem Einschaltdruck liegen soll. Prüf ihn mit einem Reifenfüller-Manometer bei drucklosem Gerät. Ein falscher Vordruck führt zu häufigem Takten, das die Pumpe unnötig belastet.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Moderate Leistungsaufnahme: 850 W sind für einen Haushalt mit 16-A-Steckdose unkritisch und liegen deutlich unter den 1.200 bis 1.300 W der größeren Geräte.
- Zwei einstellbare Ausschaltdrücke: Du kannst den Druck an Haus oder Garten anpassen, ohne etwas umzubauen.
- Drei druckseitige Anschlüsse: Das erleichtert den Anschluss mehrerer Verbraucher.
- Bekannter Hersteller mit dokumentierter Anleitung: Alle Kennwerte stehen im Handbuch, auch die Schaltpunkte.
Schwächen
- Auslaufmodell: Gardena führt das Gerät als Legacy-Modell. Dein Ersatzteilbedarf in drei bis fünf Jahren ist nicht gesichert.
- Preis: Für das Geld bekommst du heute Hauswasserwerke mit 5.000 l/h und Edelstahlkessel, zum Beispiel das Einhell GC-WW 1250 NN.
- Weniger Fördermenge: 3.500 l/h reichen für ein bis zwei Regner und den Hausbetrieb, bei größeren Gärten wird es eng.
- Keine Angaben zu Kesselwerkstoff und Trockenlaufschutz: Beides nennt die Anleitung nicht, deshalb führen wir es nicht als Merkmal auf.
Für wen ist das 4000/5 eco geeignet?
Das Gerät passt in Haushalte mit mittlerem Wasserbedarf, die bereits ein Gardena-System besitzen oder ein Ersatzgerät in vergleichbarer Größe suchen. Typisch sind Brunnenwasser für Toilettenspülung und Waschmaschine plus ein, zwei Regner im Garten. Mit 45 m Förderhöhe schafft es rechnerisch mehrere Etagen, mit 8 m Selbstansaughöhe auch einen Flachbrunnen mit etwa 5 bis 6 m Wasserspiegel. Wie viel Höhe und Durchfluss dein Haus braucht, rechnet dir der Pumpenrechner vor.
Für wen nicht?
- Wenn du einen großen Garten mit mehreren Regnern gleichzeitig betreiben willst. Hier fehlt Fördermenge, ein Modell mit 5.000 bis 6.000 l/h passt besser.
- Wenn du neu kaufst und auf lange Ersatzteilversorgung Wert legst. Entscheide dich dann für ein aktuell geführtes Modell.
- Wenn dein Wasserspiegel tiefer als 8 m liegt. Dann brauchst du eine Tiefbrunnenpumpe.
- Wenn du Trinkwasser fördern willst. Für Trinkwasser gelten TrinkwV, DIN EN 1717, der freie Auslauf bei der Nachspeisung und ein Fachbetrieb. Mehr dazu in unserem Beitrag Trinkwasser und Regenwasser.
Einordnung in die Gardena-Reihe
Gardena listet in derselben Anleitung auch die größeren Modelle 5000/5 eco und 5000/5 eco inox mit 1.100 W beziehungsweise 1.200 W, 4.500 l/h und 5,0 bar bei 50 m Förderhöhe. Das 4000/5 eco bildet die kleinere Stufe. Der Sprung zu den 5000er-Modellen bringt rund 1.000 l/h mehr Fördermenge und 5 m mehr Höhe, kostet aber auch mehr Strom. Wenn du ohnehin neu kaufst, lohnt sich der Blick auf die größere Klasse, weil du bei der Fördermenge mehr Reserve bekommst, sofern der Mehrpreis für dich überschaubar bleibt.
Typische Fehlkäufe bei dieser Geräteklasse
Bei Hauswasserwerken der mittleren Klasse passieren immer wieder dieselben Fehler. Erstens wird die Fördermenge überschätzt: Die 3.500 l/h sind ein Höchstwert ohne Gegendruck. Bei 3 bar Netzdruck liefert jede Pumpe deutlich weniger, die genaue Menge zeigt nur die Kennlinie. Zweitens wird die Saugleitung zu lang oder zu dünn gewählt. Eine Leitung mit weniger als 1 Zoll Durchmesser bremst die Pumpe schon bei geringer Länge aus. Drittens fehlt der Vorfilter: Sand im Brunnenwasser zerstört Laufrad und Gleitringdichtung, ein Vorfilter kostet nur einen Bruchteil des Gerätepreises. Viertens wird das Gerät ohne Frostschutz aufgestellt, im ungeheizten Gartenhaus platzt das Gehäuse beim ersten Frost.
Winterfest machen und pflegen
Vor dem ersten Frost trennst du das Gerät vom Netz, schließt die Saugleitung und lässt das Wasser aus dem Pumpengehäuse und dem Behälter ab. Lass die Ablassschrauben bis zum Frühjahr offen oder lagere das Gerät frostfrei im Haus. Im Frühjahr prüfst du den Behälterdruck, reinigst das Sieb am Fußventil und füllst die Pumpe vor dem Start wieder mit Wasser. Hat sich das Takten verstärkt, ist meist der Vordruck zu niedrig oder die Membran im Behälter beschädigt. Bei Wasseraustritt am Behälter hilft nur ein Austausch durch den Fachhandel.
Betriebskosten und Rechenbeispiel
Stromkosten pro 1.000 Liter = Leistung in kW ÷ Fördermenge in m³/h × Strompreis. Hier sind das 0,85 kW ÷ 3,5 m³/h = 0,243 kWh je m³. Bei angenommenen 37 ct/kWh (Größenordnung laut BDEW-Strompreisanalyse) ergibt das rund 9,0 ct pro 1.000 Liter. Das ist eine rechnerische Obergrenze bei Nennwerten. Zum Vergleich: Das Gardena 5000/5 LCD kommt auf rund 9,6 ct, das Einhell-Hauswasserwerk auf rund 8,9 ct. Die Unterschiede sind klein. Bei 100.000 Litern Jahresverbrauch macht der Unterschied zwischen den drei Geräten weniger als einen Euro aus. Wirklich teuer wird nur eine Pumpe, die durch falschen Vordruck ständig taktet.
Hinweise aus den Herstellerunterlagen
Als belegte Einschränkung gilt der Status als Legacy-Modell auf der Herstellerseite. Serienfehler oder Rückrufe haben wir in den Herstellerunterlagen nicht gefunden. Erfahrungsberichte aus dem Alltag geben wir nicht wieder, weil wir keine eigenen haben und keine erfinden.
Installation in Kürze
Stelle das Gerät trocken, eben und frostfrei auf. Die Saugleitung muss dicht sein und leicht zur Pumpe hin ansteigen, sonst bilden sich Luftsäcke. Verwende einen unterdruckfesten Saugschlauch und am Ende ein Fußventil mit Sieb. Fülle Pumpe und Leitung vor dem ersten Start mit Wasser. Verschließe nicht benötigte Druckanschlüsse mit der Kappe. Prüfe nach den ersten Betriebsstunden die Verbindungen auf Dichtheit und kontrolliere den Behälterdruck.
Alternativen im Vergleich
Zwei Modelle liegen preislich und technisch nahe und werden aktuell geführt. Das Einhell-Gerät bietet mehr Fördermenge und einen Edelstahlkessel. Das Metabo-Gerät hat einen 24-Liter-Kessel und einen elektronischen Druckschalter laut Amazon-Produktangabe.

Einhell GC-WW 1250 NN
Mehr Fördermenge und Edelstahlkessel zu einem niedrigeren Preis, dafür ohne Komfortfunktionen.
- Leistung1.200 W
- Fördermenge max.5.000 l/h
- Druck max.5 bar
- Förderhöhe max.50 m
- 5.000 l/h bei 50 m Förderhöhe
- 20-Liter-Edelstahlkessel
- Edelstahlgehäuse
- Höhere Leistungsaufnahme von 1.200 W
- Trockenlaufschutz nicht ausgewiesen
Ideal für: Haushalte mit größerem Garten und Brunnen oder Zisterne
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr erfahren

Metabo HWW 4500/25 Inox Plus
Hauswasserwerk mit Edelstahlgehäuse, 24-Liter-Kessel und elektronischem Druckschalter für 1 bis 3 Regner.
- Leistung1.300 W
- Fördermenge max.4.500 l/h
- Druck max.4,8 bar
- Förderhöhe max.48 m
- Edelstahlgehäuse
- 24-Liter-Druckkessel
- Überlastschutz für den Motor
- Höherer Preis als das Einhell-Modell
- Höhere Leistungsaufnahme
Ideal für: Haus- und Gartenversorgung mit mittlerem Bedarf
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr erfahren
Wenn du die Auswahl noch breiter fassen willst, findest du alle Geräte im Hauswasserwerk-Vergleich. Das Metabo-Gerät stellen wir im Detail unter Metabo HWW 4500/25 Inox vor. Wie wir bewerten, steht unter So vergleichen wir.
Unser Urteil
Das Gardena 4000/5 eco ist ein solides, gut dokumentiertes Gerät mittlerer Leistung, aber als Legacy-Modell kein Kauf für die Zukunft. Wer ein vorhandenes Gerät ersetzen will und Anschlüsse und Maße beibehalten möchte, findet hier eine passende Option. Wer neu plant, fährt mit einem aktuell geführten Hauswasserwerk besser, weil Ersatzteile und Support gesichert sind und die Fördermenge höher liegt.

Gardena Comfort 4000/5 eco
Solides Hauswasserwerk mittlerer Leistung mit zwei Ausschaltdrücken, aber als Legacy-Modell eher Ersatzkauf als Neuanschaffung.
- Leistung850 W
- Fördermenge max.3.500 l/h
- Druck max.4,5 bar
- Förderhöhe max.45 m
- 850 W Leistungsaufnahme
- Zwei Ausschaltdrücke ECO und MAX
- Drei Druckanschlüsse
- Legacy-Modell laut Hersteller
- Nur 3.500 l/h Fördermenge
Ideal für: Ersatz für eine bestehende Anlage mit mittlerem Bedarf
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Weitere Hintergründe zu Bauarten und Zubehör findest du im Ratgeber und in der Kaufberatung.
Häufige Fragen
Wird das Gardena 4000/5 eco noch hergestellt?
Die Herstellerseite führt das Gerät als Legacy-Modell, also als ausgelaufene Baureihe. Einen Nachfolger nennt Gardena dort nicht. Amazon führt es zum Zeitpunkt unserer Recherche noch mit Preis. Frag vor dem Kauf nach Garantie und Ersatzteilen.
Welche Leistung hat das Gardena 4000/5 eco?
Laut Bedienungsanleitung 850 W Nennleistung, bis zu 3.500 l/h, 4,5 bar Druck und 45 m Förderhöhe. Die Selbstansaughöhe nennt die Anleitung mit 8 m.
Was heißt ECO und MAX beim Ausschaltdruck?
Das Gerät schaltet im ECO-Modus bei 2,2 bar und im MAX-Modus bei 3,2 bar ab. Der Einschaltdruck liegt bei 1,5 bar. Mit MAX steht ein höherer Druck an den Zapfstellen zur Verfügung.
Wie hoch soll der Luftdruck im Behälter sein?
Die Anleitung nennt rund 1,6 bar. Prüfe ihn nur bei drucklosem Gerät mit einem Manometer. Ein falscher Vordruck führt zu häufigem Takten der Pumpe.
Reicht das Gerät für einen Rasensprenger?
Für ein bis zwei Regner und den Hausbetrieb meist ja. Für mehrere Regner gleichzeitig fehlt Fördermenge, dann passt ein Modell mit 5.000 l/h oder mehr besser.
Quellen
- Gardena Bedienungsanleitung 4000/5 eco (Art. 1754), Technische Daten (abgerufen am 03.11.2026)
- Gardena Herstellerseite Classic 4000/5 eco (Legacy-Hinweis) (abgerufen am 03.11.2026)
- BDEW-Strompreisanalyse Oktober 2026 (Haushaltsstrompreis 37,3 ct/kWh) (abgerufen am 03.11.2026)
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