Kurz beantwortet
Der Gardena 5000/5 LCD ist ein Hauswasserautomat mit 1.300 W, bis zu 5.000 l/h, 50 m Förderhöhe und 8 m Ansaughöhe laut Hersteller. Eine Elektronik mit Display schaltet die Pumpe bedarfsgerecht, ein Kleinmengenprogramm bedient auch Tropfbewässerung und Waschmaschine. Er lohnt sich vor allem für Bedienkomfort, ein klassisches Hauswasserwerk ist bei gleicher Förderleistung günstiger.
Der Gardena Haus- & Gartenautomat 5000/5 LCD ist ein Hauswasserautomat: Eine Elektronik schaltet die Pumpe bei Wasserbedarf ein und danach wieder aus. Anders als beim klassischen Hauswasserwerk mit großem Druckkessel steht die Steuerung im Mittelpunkt. Ein Display zeigt Druck, Fördermenge und Störungen an. Auf dieser Seite findest du die Herstellerdaten, eine ehrliche Einordnung und passende Alternativen. Ein eigener Praxisbetrieb steckt nicht dahinter, wir werten Datenblatt, Bedienungsanleitung und Herstellerseite aus.
Die wichtigsten Kennwerte im Überblick
Die Tabelle zieht die Daten live aus unserer Produktdatenbank. Die Werte stammen aus der Gardena-Bedienungsanleitung und der Herstellerseite. Was dort nicht steht, zeigt die Tabelle als „k. A.“.
| Modell | Angebot | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.300 W | 5.000 l/h | 5 bar | 50 m | 8 m | ja | 5 Jahre | 273,19 € | Zum Angebot* |
Zusätzlich nennt Gardena einen Einschaltdruck von 2,0 bis 2,8 bar, eine maximale Medientemperatur von 35 °C, die Schutzart IPX4 und ein Gewicht von 13,4 kg. Das Anschlusskabel ist 1,5 m lang. Die Schallleistung gibt die Anleitung mit 77 dB(A) gemessen und 79 dB(A) garantiert an. Das ist ein Schallleistungspegel und lässt sich nicht direkt mit dem Schalldruck anderer Datenblätter vergleichen.
Wie funktioniert der Automat?
Das Gerät ist eine selbstansaugende Kreiselpumpe mit Elektronik. Sobald an einer Zapfstelle Wasser fließt, fällt der Druck in der Leitung. Die Steuerung erkennt das und startet die Pumpe. Schließt du den Hahn, steigt der Druck, und die Pumpe stoppt. Gardena beschreibt zusätzlich ein Kleinmengenprogramm für Verbraucher mit geringem Durchfluss, etwa moderne Waschmaschinen oder Tropfbewässerung. Bei solchen Mengen würde eine einfache Druckschaltung die Pumpe oft kurz hintereinander an- und ausschalten. Dieses ständige Takten nennt man Taktung. Sie belastet den Motor und nervt im Haus.
Ein Rückschlagventil ist laut Hersteller integriert. Es hält die Wassersäule in der Saugleitung und beschleunigt das erneute Ansaugen. Das Gehäuse schützt laut Gardena vor Regen und UV-Strahlung. Gummifüße sollen Vibrationen dämpfen. Zwei druckseitige Ausgänge erlauben den gleichzeitigen Betrieb von zwei Verbrauchern.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Elektronische Steuerung mit Display: Druck, Fördermenge und Störungen sind sichtbar. Das hilft bei der Fehlersuche, weil du nicht raten musst, ob Luft in der Leitung oder Wassermangel die Ursache ist.
- Trockenlaufschutz laut Hersteller: Die Pumpe schaltet bei Wassermangel ab. Für Anlagen mit langer Saugleitung ist das eine echte Absicherung.
- Kleinmengenprogramm: Sinnvoll, wenn Tropfbewässerung oder Waschmaschine am Netz hängen.
- Zwei Ausgänge: Hausanschluss und Gartenleitung lassen sich ohne Verteiler parallel anschließen.
- Lange Herstellergarantie: Gardena nennt fünf Jahre nach Registrierung innerhalb von drei Monaten nach dem Kauf.
Schwächen
- Preis: Für denselben Betrag bekommst du Hauswasserwerke mit Edelstahlkessel und größerer Fördermenge, etwa das Einhell GC-WW 1250 NN. Du zahlst hier vor allem für Elektronik und Komfort.
- Kein sichtbarer Druckkessel: Gardena nennt kein Kesselvolumen. Wer einen großen Wasservorrat im Puffer wünscht, sollte ein klassisches Hauswasserwerk prüfen.
- Elektronik als Fehlerquelle: Mehr Technik bedeutet mehr, was ausfallen kann. Ersatz läuft über den Hersteller, nicht über ein einfaches Standardbauteil.
- Lautstärke: Der Schallleistungspegel liegt bei 77 bis 79 dB(A). Das ist hörbar, wenn die Pumpe im Keller direkt unter dem Schlafzimmer steht.
Für wen ist der 5000/5 LCD geeignet?
Der Automat passt zu Haushalten, die Brauchwasser aus Brunnen oder Zisterne ins Haus bringen wollen und Wert auf eine einfache Bedienung legen. Typische Fälle sind die Toilettenspülung, die Waschmaschine und die Gartenbewässerung aus derselben Anlage. Die Elektronik arbeitet auch bei kleinen Entnahmen sauber. Mit 50 m Förderhöhe reichst du rechnerisch locker bis ins Obergeschoss. Pro Stockwerk brauchst du grob 3 m Druckhöhe, dazu kommt der Leitungsverlust. Wie du das für dein Haus durchrechnest, zeigt der Pumpenrechner.
Für wen eher nicht?
- Wenn du aus mehr als 8 m Tiefe ansaugen willst. Die Ansaughöhe ist laut Hersteller auf 8 m begrenzt. Dann brauchst du eine Tiefbrunnenpumpe oder eine Tauchdruckpumpe.
- Wenn du Trinkwasser fördern willst. Der Automat ist für Brauchwasser gedacht. Bei Trinkwasser gelten TrinkwV, Normen und der Fachbetrieb (siehe unseren Beitrag zu Trinkwasser und Regenwasser).
- Wenn du nur gelegentlich einen Rasensprenger betreiben willst. Dafür reicht eine einfache Gartenpumpe, die oft die Hälfte kostet.
- Wenn Schmutzwasser mit Sand und Schlamm anfällt. Gardena verweist auf einen großvolumigen Feinfilter als Schutz, ein Vorfilter an der Saugseite bleibt Pflicht.
Rechenbeispiel: Reicht die Leistung fürs Haus?
Nimm ein Einfamilienhaus mit Zisterne im Garten. Der Wasserspiegel liegt 4 m unter der Pumpe, die höchste Zapfstelle im Obergeschoss sitzt 6 m über der Pumpe. Die Saugseite verlangt 4 m plus etwa 1 m Reserve für Leitungsverluste, also rund 5 m. Das liegt weit unter 7 bis 8 m. Auf der Druckseite brauchst du für 6 m Höhe etwa 0,6 bar, dazu mindestens 1,5 bar Fließdruck an der Armatur. Zusammen sind das gut 2 bar, die der 5000/5 LCD mit Einschaltdruck von 2,0 bis 2,8 bar abdeckt. Bei gleichzeitig laufender Waschmaschine und Toilettenspülung fließen vielleicht 1.500 bis 2.000 l/h. Auch das bewältigt der Automat locker. Die Reserve bis 5.000 l/h bleibt für den Rasensprenger. Anders sieht es aus, wenn der Wasserspiegel in 9 m Tiefe liegt. Dann hilft keine Elektronik, die Saughöhe ist physikalisch begrenzt, und du brauchst eine Pumpe im Wasser.
Was kostet der Betrieb?
Die Stromkosten pro 1.000 Liter lassen sich aus den Nennwerten abschätzen: Leistung in kW geteilt durch Fördermenge in m³/h, mal Strompreis. Beim 5000/5 LCD sind das 1,3 kW ÷ 5 m³/h = 0,26 kWh je m³. Bei angenommenen 37 ct/kWh (Größenordnung laut BDEW-Strompreisanalyse) ergibt das rund 9,6 ct pro 1.000 Liter. Das ist eine rechnerische Obergrenze bei Nennleistung und Höchstförderung. Bei kleinen Entnahmen und Teillast nimmt die Pumpe weniger auf, dafür kommt Standby-Strom dazu. Die Anleitung nennt 1,5 W im Standby. Das sind gut 13 kWh im Jahr, also rund fünf Euro.
Bekannte Probleme und Unstimmigkeiten
Belegte Sammelrückrufe oder Serienmängel haben wir in den Herstellerunterlagen nicht gefunden, und eigene Erfahrungsberichte erfinden wir nicht. Eine Unstimmigkeit steht aber direkt bei Gardena: Die technischen Daten nennen 8 m Ansaughöhe, der Merkmalstext der Produktseite spricht von bis zu sieben Metern Tiefe. Plane deshalb mit dem vorsichtigeren Wert von 7 m, wenn deine Saugleitung lang ist oder viele Bögen hat. Jeder Meter Saugschlauch, jeder Bogen und jedes Fußventil kosten Ansaugreserve.
Installation und Pflege in Kürze
Vor der ersten Inbetriebnahme befüllst du Pumpe und Saugleitung mit Wasser. Ohne Füllung saugt auch eine selbstansaugende Pumpe nur schlecht an. Die Saugleitung muss luftdicht sein und stetig leicht ansteigen. Als Saugschlauch taugt nur ein unterdruckfester Typ, ein normaler Gartenschlauch fällt zusammen (siehe Saugschlauch). Ein Fußventil mit Sieb am Ende der Leitung hält Schwebstoffe fern. Vor dem Winter entleerst du das Gerät über die Wasser-Ablassschraube, damit kein Frostschaden entsteht. Das Display erklärt Störungen in 24 Sprachen, das erleichtert die Fehlersuche. Wenn es nicht ansaugt, prüfe zuerst Dichtheit, Füllstand und Filter.
Alternativen im Vergleich
Wenn dir ein klassisches Hauswasserwerk mit Edelstahlkessel ausreicht und du den Preis drücken willst, schau auf das Einhell-Modell. Wenn Lautstärke und Bedienung im Vordergrund stehen, ist eine Bluetooth-Gartenpumpe mit besonders leisem Betrieb der richtige Ansatz.

Einhell GC-WW 1250 NN
Klassisches Hauswasserwerk mit 20-Liter-Edelstahlkessel, deutlich günstiger, ohne Display und ohne elektronische Steuerung.
- Leistung1.200 W
- Fördermenge max.5.000 l/h
- Druck max.5 bar
- Förderhöhe max.50 m
- Edelstahlgehäuse und Edelstahlkessel
- 5.000 l/h bei 50 m Förderhöhe
- Manometer am Kessel
- Keine Elektronik und kein Display
- Trockenlaufschutz nicht ausgewiesen
Ideal für: Brunnen oder Zisterne mit Hausanschluss, wenn Preis wichtiger ist als Komfort
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Gardena Gartenpumpe 6300 SilentComfort
Gartenpumpe mit Bluetooth-Steuerung für die Bewässerung, ohne Hausanschluss-Funktion.
- Fördermenge max.6.300 l/h
- Förderhöhe max.49 m
- Leistung1.050 W
- Druck max.4,9 bar
- 6.300 l/h Fördermenge
- Steuerung per App
- Geringes Gewicht
- Als Gartenpumpe positioniert, nicht für die Hausversorgung
- Display-Funktionen nicht ausgewiesen
Ideal für: Reine Gartenbewässerung mit mehreren Regnern
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Weitere Modelle findest du im großen Hauswasserwerk-Vergleich. Ein direktes Vergleichsmodell mit Edelstahlkessel ist das Metabo HWW 6000/25 Inox. Die Kriterien, nach denen wir bewerten, erklären wir unter So vergleichen wir.
Unser Urteil
Der 5000/5 LCD ist ein komfortables Gerät für alle, die ihre Wasserversorgung aus Brunnen oder Zisterne ohne Fummelei betreiben wollen. Die Elektronik, das Kleinmengenprogramm und die Anzeige sind echte Vorteile gegenüber einem einfachen Druckschalter. Bezahlen musst du das mit einem höheren Preis und einer Technik, die im Schadensfall nicht mit einem Handgriff zu ersetzen ist. Wer vor allem Wasser in den Garten bringen will, ist mit einer günstigeren Lösung besser beraten. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit siehst du in der Produktbox unten.

Gardena Haus- & Gartenautomat 5000/5 LCD
Komfortabler Hauswasserautomat mit Display, Trockenlaufschutz und Kleinmengenprogramm für die Haus- und Gartenversorgung.
- Leistung1.300 W
- Fördermenge max.5.000 l/h
- Druck max.5 bar
- Förderhöhe max.50 m
- Display mit Störungsanzeige
- Kleinmengenprogramm
- Zwei Ausgänge
- Höherer Preis als klassische Hauswasserwerke
- Ansaughöhe in den Herstellerangaben uneinheitlich
Ideal für: Haushalte mit Brunnen oder Zisterne, die Bedienkomfort wollen
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Mehr Hintergrund zu Typen und Bauarten gibt es im Ratgeber-Bereich. Wenn du noch nicht weißt, welche Pumpenart zu deinem Anwendungsfall passt, hilft die Kaufberatung.
Häufige Fragen
Wie viel Förderhöhe hat der Gardena 5000/5 LCD?
Gardena nennt maximal 50 m Förderhöhe und 5 bar Druck. Diese Werte gelten ohne Durchfluss. Je mehr Wasser du entnimmst, desto geringer wird der verfügbare Druck, die Kennlinie zeigt den Zusammenhang.
Wie tief kann der 5000/5 LCD ansaugen?
Die technischen Daten nennen 8 m Ansaughöhe, der Merkmalstext der Produktseite spricht von bis zu sieben Metern. Plane bei langen Saugleitungen vorsichtig mit 7 m. Für größere Tiefen brauchst du eine Tauchpumpe.
Hat der Gardena 5000/5 LCD einen Trockenlaufschutz?
Ja, laut Herstellerseite ist ein Trockenlaufschutz vorhanden. Die Pumpe schaltet bei Wassermangel ab. Eine saubere, dichte Saugleitung bleibt trotzdem wichtig, damit die Pumpe gar nicht erst Luft zieht.
Wie laut ist der Gardena 5000/5 LCD?
Die Anleitung nennt einen Schallleistungspegel von 77 dB(A) gemessen und 79 dB(A) garantiert. Ein Schalldruckwert in einem bestimmten Abstand wird nicht angegeben. Gummifüße dämpfen laut Hersteller Vibrationen.
Kann ich damit Trinkwasser fördern?
Der Automat ist für Brauchwasser aus Brunnen oder Zisterne gedacht. Für Trinkwasser gelten TrinkwV, DIN EN 1717 und DIN 1988. Lass das von einem Fachbetrieb planen und zeige die Anlage beim Gesundheitsamt an.
Was kostet der Betrieb pro 1.000 Liter?
Rechnerisch rund 9,6 ct bei angenommenen 37 ct/kWh, ermittelt aus 1,3 kW geteilt durch 5 m³/h. Das ist eine Obergrenze bei Nennwerten. Im Teillastbetrieb liegt der reale Verbrauch meist darunter.
Quellen
- Gardena Haus- & Gartenautomat 5000/5 LCD (Art. 1759-20), Herstellerseite (abgerufen am 03.11.2026)
- Gardena Bedienungsanleitung Comfort 5000/5E LCD und Premium 6000/6E LCD Inox (Technische Daten) (abgerufen am 03.11.2026)
- BDEW-Strompreisanalyse Oktober 2026 (Haushaltsstrompreis 37,3 ct/kWh) (abgerufen am 03.11.2026)
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