Kurz beantwortet
Ein Membrankessel ist ein geschlossener Druckbehälter mit elastischer Trennwand. Auf einer Seite steht das Wasser, auf der anderen ein Luft- oder Stickstoffpolster, das den Druck puffert.
Anders als offene Kessel kommt das Wasser hier nicht mit der Luft in Berührung.
So funktioniert es in der Praxis
Das Wasser dehnt die Membran beim Befüllen, die Gasseite wird zusammengedrückt. Beim Entleeren schiebt das Polster das Wasser zurück. Weil die Luft abgetrennt ist, kann sie sich nicht im Wasser lösen und der Behälter muss nicht regelmäßig aufgefüllt werden. Altert die Membran, hörst du das Plätschern am Luftventil oder bekommst Wasser statt Luft heraus.
Praxisbezug: Der Kessel steht oft jahrelang unbeachtet im Keller. Kontrolliere den Vordruck vorsorglich, wenn die Pumpe häufiger anspringt als früher. Das ist günstiger als ein Pumpentausch, denn häufiges Starten belastet den Motor.
Typische Werte
- Der Vordruck wird einmalig am Ventil eingestellt und bei Bedarf nachjustiert.
- Kontrolle nur bei drucklosem Kessel.
- Austausch ist nötig, wenn die Membran porös ist; Dauer abhängig von Nutzung und Wasserqualität.
Für Trinkwasseranlagen schreibt die Normung geeignete Werkstoffe vor; Fachbetrieb einbinden.
Die Bauteilübersicht steht bei Druckkessel, die Kontrolle in Druckkessel-Vordruck prüfen, passende Werte im Pumpenrechner. Begriffe dazu: Membran und Vorpressdruck.
Quellen
- AL-KO Bedienungsanleitung Hauswasserwerk HW 1000 / HWI 1300 INOX (abgerufen am 03.11.2026)
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