Kurz beantwortet
Die Förderhöhe ist die Höhe in Metern, auf die eine Pumpe Wasser fördern kann. Zehn Meter entsprechen ungefähr einem Bar Druck.
Auf dem Typenschild steht oft „max. 45 m“ oder „max. 50 m“. Das ist die Förderhöhe bei geschlossenem Auslass, also ohne Durchfluss.
So funktioniert es in der Praxis
Du willst einen Regner im Garten betreiben, der 3 bar braucht. Das sind rund 30 m Wassersäule. Dazu kommen Höhenunterschied zum Regner und Reibungsverluste im Schlauch. Bei der Pumpe mit 45 m Maximum bleibt für den Betrieb mit Durchfluss also deutlich weniger übrig. Ablesen kannst du das nur an der Kennlinie, die Höhe und Fördermenge verbindet.
Für wen wichtig: Wer in höhere Stockwerke fördert oder einen Hang bewässert, muss den Höhenunterschied einrechnen. Auf ebenem Grund mit kurzem Schlauch zählen eher Druck und Menge. Wer die Förderhöhe überschätzt, kauft eine Pumpe, die am Hahn im Obergeschoss nur noch tropft.
Typische Werte
- Umrechnung: 1 bar entspricht etwa 10,2 m Wassersäule, 4,5 bar also rund 46 m.
- Die höchste Förderhöhe liegt physikalisch bei null Durchfluss; sobald Wasser fließt, sinkt sie (Pumpenkennlinie).
- Gesamtförderhöhe = Höhenunterschied plus Leitungs- und Armaturenverluste.
Hausgeräte-Pumpen decken meist deutlich weniger ab als große Industrieanlagen, für ein Einfamilienhaus reicht eine Auslegung auf den tatsächlichen Bedarf.
Wie die Förderhöhe beim Kauf gewichtet wird, steht bei den Gartenpumpen. Im Pumpenrechner bestimmst du deinen Bedarf, und So funktioniert ein Hauswasserwerk zeigt das Zusammenspiel. Ergänzend: Förderdruck und Kennlinie.
Quellen
- Kreiselpumpe – Wikipedia (abgerufen am 03.11.2026)
- Xylem: Grundlagen für Planer (Pumpen- und Abwassertechnik) (abgerufen am 03.11.2026)
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